Kamelien richtig pflanzen, pflegen und sicher durch den Winter bringen

Kamelien sind faszinierende Zierpflanzen, die mit ihren üppigen, an Rosen erinnernden Blüten beeindrucken. Je nach Sorte blühen sie zwischen September und Mai und bringen Farbe in die graue Jahreszeit. Doch die aus Ostasien stammenden Pflanzen gelten als empfindlich und stellen hohe Anforderungen an Standort, Pflege und Winterquartier. Wer diese berücksichtigt, kann sich jedoch lange an den immergrünen Gewächsen erfreuen, die bis zu 100 Jahre alt werden können.
Der richtige Standort und die beste Erde
Beim Kauf einer Kamelie sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze kräftige, glänzende Blätter hat und die Knospen nicht vertrocknet sind. Da Kamelien empfindlich auf Frost reagieren, werden sie häufig in Kübeln gehalten. Hier eignet sich als Substrat spezielle Rhododendronerde, die leicht sauer ist. Eine Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton im unteren Bereich des Gefäßes verhindert Staunässe, die den Wurzeln schaden kann.
Beim Umtopfen sollte der neue Kübel nur wenige Zentimeter größer sein als der alte, um übermäßige Feuchtigkeit im Substrat zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Erde stets gleichmäßig feucht bleibt, aber nicht austrocknet. Zum Gießen eignet sich am besten kalkfreies Wasser, etwa Regenwasser oder abgekochtes Wasser.
Vor dem Einpflanzen wird empfohlen, den Wurzelballen kurz in Wasser zu tauchen. Er sollte relativ hoch in den neuen Topf gesetzt werden, sodass er leicht über den Rand hinausragt. Da Kamelien eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, ist es sinnvoll, sie regelmäßig mit lauwarmem, kalkfreiem Wasser zu besprühen – jedoch nicht direkt auf die geöffneten Blüten.
Kamelien sicher überwintern
Als kälteempfindliche Pflanzen benötigen Kamelien im Kübel einen zuverlässigen Winterschutz. Trotzdem sollten sie so lange wie möglich draußen bleiben. Fallen die Temperaturen jedoch über längere Zeit unter null Grad, ist ein helles Winterquartier mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad ideal. Besonders robuste Sorten können an geschützten Orten wie einer überdachten Terrasse überwintern. In diesem Fall sollten die Wurzeln mit Kokosmatten isoliert werden. Zusätzlich kann ein lockeres Vlies die Blätter vor Kälte und intensiver Sonneneinstrahlung im Winter schützen. An frostfreien Tagen darf das Gießen nicht vergessen werden.
Wer eine Kamelie direkt in den Garten setzen möchte, sollte eine besonders winterharte Sorte wählen und einen geeigneten Standort bedenken. Kamelien sind frostempfindlich, und es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie viel Kälte sie tatsächlich vertragen. Ein geschützter, windstiller Platz in der Nähe einer Hauswand oder hoher Koniferen ist empfehlenswert.
Zudem sollte die Pflanze im Winter vor intensiver Morgensonne und im Sommer vor direkter Mittagssonne geschützt werden. Ein Standort im Halbschatten ist optimal, da Kamelien ausreichend Sommerlicht benötigen, um Blüten zu bilden. Mit der richtigen Pflege können sie zu beeindruckenden, langlebigen Begleitern im Garten oder auf dem Balkon werden.